Glossar - DELTA Packaging

Ausweichverpackung

Eine Ausweichverpackung kommt dann zum Einsatz, wenn ein Engpass in der Versorgung mit einem vorgesehenen Serienbehälter besteht und eine Aufrechterhaltung von Lieferverpflichtungen nur durch den Einsatz von Ersatzbehältern gewährleistet werden kann. Ursache dafür kann ein mangelhaftes Behältermanagement sein, aber auch Serienanläufe und Vorläufe können entsprechende Situationen auslösen.

Genau wie Serienverpackungen sind Ausweichverpackungen oftmals in den Verpackungsrichtlinien des Empfängers spezifiziert, anderenfalls muss der Rückgriff auf eine Ausweichverpackung zwischen Lieferant und Empfänger abgesprochen werden.

Dabei werden an die Ausweichverpackung ähnlich hohe Anforderungen gestellt, wie an die Serienverpackung, die sie ersetzt. Sie soll in gleichem Maße stapelbar sein, einen identisch hohen Schutz des Packgutes sicherstellen, identische Abmessungen besitzen und falls es sich um eine Einwegverpackung handelt, problemlos dem Recycling zugeführt werden können. Letzteres hat zur Folge, dass sich Verbundstoffe verbieten. Aus ihrem Einsatz als Ersatzmittel ergibt sich weiterhin, dass sie schnell verfügbar sein muss.

Da eine Ausweichverpackung niemals identische Eigenschaften, wie die speziell für das Packgut vorgesehene Serienverpackung aufweisen kann, können sich aus dem Einsatz von Ausweichbehältern folgende Probleme ergeben:

  • Durch abweichende Abmessungen steigt das benötigte Ladevolumen.
  • Die Ein- und Auspackzeiten erhöhen sich.
  • Der Schutz des Packgutes ist nicht in gleichem Maße gewährleistet.
  • Die Materialkosten steigen durch den zusätzlichen Beschaffungsbedarf.
  • Sonderfahrten für die Beschaffung sind durchzuführen.


Eine gute Ausweichverpackung kann dabei helfen den entstehenden Zusatzaufwand zu minimieren, die Auswirkungen von Engpässen in überschaubaren Grenzen zu halten und den Lieferanten dabei unterstützen seine Liefertreue aufrechtzuerhalten.